Höhen und Tiefen vom Leben und Sterben

Mein Weg und deren Sackgassen
 

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Der Teufel trägt Gucci

6te Klasse. 2011. Meine damals beste Freundin N. wohnte neben einer alten und baufälliger Villa. Sie stand zudem auch neben einem Casion, was irgendwie nicht ganz legal aussah. Jedenfalls wollten wir diese mal etwas näher betrachten, da es sich ja auf jeden Fall anbot dort einen Blick reinzuwerfen. Zusammen mit ihrem Cousin C. machten wir uns also nach der Schule auf den Weg dort hin und suchten einen Weg um dort reinzukommen. Es stand an einem Kreisel, wodurch wie sehr vorsichtig und sogut wie die ganze Zeit in geduckter Haltung uns fortbewegen mussten. Die vordere Tür sowie der Seiteneingang waren fest verschlossen. Der einzige mögliche Weg hinein, schien uns eins der Fenster auf der Terasse zu zerstören oder durch diesen stockdusteren Keller zu gehen. Die Entscheidung fiel auf das Fenster und während C. und N. versuchten die Bretter vom Fenster zu nehmen suchten ich außerhalb alles ab. Mir viel die Verandatür auf. Sie war aus einzelnen kleinen Glasrechtecken in einem Türrahmen befestigt. Ich knüllte meine Jacke um meine Faust und zerbrach eins mit einem lauten schäppern. Die beiden rannten um die Ecke zu mir und starrten mich ungläubig an. ich hingegen zog meinen Arm raus, zupfte die Jacke ab, steckte meine nackte Hand wieder hindurch und öffnete Die Verandatür geschickt von innen. So verschaffte ich uns Eintritt in eins der schönsten Häuser die ich je betreten habe. Es bestand aus 2 riesigen Etagen und ein Dachgeschoss. Es war einfach gigantisch und Atemberaubend. Wir gingen auf das Dach, öffneten das Fenster und schauten auf die Dächer der in der Sonne glänzenden Hansestadt und den mit Menschen überfüllten Hafen. Ich kletterte als erstes die morsche Leiter wieder runter und schaute mich auf der zweiten Etage etwas um und inspezierte die Löcher im Boden. Ich schaute aus dem einen Fenster rüber ins Casion. Es war komplett zugehangt mit bordoroten Tüchern. Es konnte reine Einbildung sein, aber ich war mir fast hundert prozentig sicher, dass sich eins der Tücher bewegte. Als wenn jemand raus geguckt hat. C. und N. waren in zwischenzeit unten und suchten nach Gebrachsgegenständen die Zimmer und Abstellkammern ab. Ich ging die breite und prachtvolle Wendetreppe hinunter und bemerkte, dass dicht bei mir jemand davon ging. Ich ging runter und sah aber dass die beiden zusammen an der Veranda standen und sich über den Kellereingang unterhielten. Dort stutze ich das erste Mal, verdrang diesen Gedanken aber einfach. Er war so unreal. Wir waren uns alle einig, dass diese Villa unser Standpunkt werden soll. Unser Quatier. Unser Treff. Wir begangen, das Mobiliar was sich dort befand verschoben wir so wie wir es gerne hatten und fegten mit dem Besen einmal komplett durch. Unten lagen Schaumstoffliegen, die wir als Sofa in die zweite Etage bringen wollten. Nachdem C. und N. die letzten beiden nach oben trugen, fanden sie mich wie ich wie geband vor der Wand stand und sie anstarrte. Sie war vollgekritzelt mit allen möglichen Sachen und Wörtern die mir alle bekannt vorkamen und in meinem Kopf rumschwirrten. N. schmiss' sich gekonnt auf unsere neu erbaute Couch und C. saß sich auf einen der Stühle die da standen. Verwirrt guckte ich mich um. C. war der erste der bemerkte, dass was nicht stimmte und hinterfragt. ' Das sind gebete an Luzifer und Anekdoten über den Teufel. Und dass hier ist das Symbol des Teufels.' Ich deutete auf die Ziegelsteine die so hinausgenommen worden waren dass sie ein umgedrehtes Kreuz ergaben. 'Und die Stühle mit dem Tisch in der Mitte stand auch nicht zufällig hier, die haben versucht den Satan zu beschwören. Hier drin wurde Satanismus durchgeführt.' sagte ich monoton. Der schock stand in deren Augen und wir wollten alle so schnell wie möglich raus aus dieser Villa. Ich mein, ehy, wir waren 11 oder so. Das war schon abnormal gruselig für uns. Also gingen wir den gleichen Weg raus den wir reingekommen waren und machten unseren Aufenthalt dort ungeschehen. Wir mussten nur noch über den kniehohen Zaun steigen und waren in Sicherheit. Erst C., dann ich und zu guter Letzt...N. schrie'. Wir drehten uns um und fragen was war. 'Da war jemand am Flurfenster und hat runtergeschaut.' N. sprung rüber und wir starrten das Fenster an. Dann erzählte ich ihnen von meiner ersten Vermutung. C. lachte und konnte es nicht glauben, dass wir 4 Stunden dort drin waren und nicht mitbekommen haben, dass wir nicht alleine sind. Wir gingen rüber in die Bibliothek um mehr über das Thema Satanismus zu rechercherieren, da wir nichts darüber wussten. Wir hatten zwei verpixelte Fotots und suchten eine halbe Stunde etwas darüber raus und fanden ein paar interessante Informationen. Ich weiß nicht, woher ich das hatte, aber wir erfuhren, dass der Casionen über den Kellter mit der Villa verbunden war und was früher mit dem Haus war. Es war eine alte Tanzschule, was ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte. Dafür war zu viel platz dort. Abends befand ich mich auf einer Familienfeier, weswegen ich für den ersten Block am nächsten Morgen freigestellt wurde. Ich kam also gegen halb 10 auf den Schulhof gefahren. Eine Horde Mensch bemerkte mich und kam auf mich zu gestürmt. Alle fragten wo ich gewesen war und erzählten mir die verrücktesten Sachen, darüber das sie dachten ich wäre beim Exozisten, weil ich vom Teufel besessen war oder mein Therapeuten gegen meine Angstzustände. Das einzige was mich weiter beschäftigt hatte, war mein Traum. Ich träumte alles nochmal nur mit dem Wissen von dem Tag. Ich war auf alles vorbereitet und konnte geschickter handeln. Nur saß mir permanent der Teufel im Nacken und wir haben über Gedanken kommuniziert. Er war so freundlich. 'Der Satan ist echt. Er ist kein roter Mann mit Hörnern und einem Schwanz. Er kann wunderschön sein, weil auch er ein gefallender Engel ist, der versucht Gotts Liebling zu werden.'

10.6.14 20:08

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