Höhen und Tiefen vom Leben und Sterben

Mein Weg und deren Sackgassen
 

Letztes Feedback

Meta





 

Denn high sein, bedeutet frei sein

Ich denke mal so ziemlich jeder weiß, wodrauf sich dieser Eintrag zuspitzt. Ja, ich weiß. Es ist illegal, kostet Geld und hat so ziemlich jede Nebenwirkung als Dauerkonsument die man nicht haben will. Aber, ich bin kein Dauerkonsument. Ich bin nicht mal Partybuffer. Ich habe 2x in meinem Leben gekifft. Das eine Mal war so ziemlich die schönste Erinnerung an eine bestimmte Person.

Oktober, 2013

Köln. Klassenfahrt der 9ten Klasse eines Gymnasium. Es war eine richtig krasse Erfahrung, weil sie einfach nur durch und durch perfekt war. Jedes auch nur mikrokopische Ereigniss, jedes unwichtige Detail war komplett durchgeplant und auch so durchgeführt. Nichts lief schief. Es war fantastisch. In Köln wohnte mein bester Freund. Der etwas zu kleine, dennoch muskulöse S. Wir beide waren eins der schönsten Teams die es jemals für mich gab. Wir kannten uns damals schon knapp 3 Jahre und wir vertrauten uns einfach blind. Also trafen wir uns nachmittags in der Stadt und fuhren denn in seine 'Hood'. Ich musste über einen, nicht gerade ungefährlichen, Zaun klettern. Das brauchte das Feeling rüber, dass es illegal war. Es war Adrenalin pur. Angenommen die Polizei wäre gekommen, sie hätten mich festgenommen, ich wäre nach hause gefahren. Das wollte ich nicht, doch ich wollte umso mehr das Haze und die Erfahrung sie mit S. zuteilen. Also riskierte ich alles und gewann. Zusammen mit B. und A., zwei Freunden von ihm, saßen wir in einer Hütte für Sanitärdienste in einem Baggerloch. Die Aussicht war schön doch ich wurde nicht high. Wieso? Nikotinflash. Ich war dort noch kein Raucher, was bedeutet, dass mein Körper nicht mit dem Nikotin zurecht kam und mir einfach nur schlecht und schwindelig wurde. Hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Die darauffolgenden Abende war ich immer mit S. unterwegs. Wir steigerten den Prozentsatz des Haze' immer weiter und am letzten abend war es mein Tod. Es war der perfekte Joint, doch wie jemand unerfahrendes wie mich einfach nicht schön anzusehen. Jeder 2 Züge. Durchweg. Bis wir den Steher zerstört haben. Ich taumelte. Es fühlte sich komisch an. Ich spürte jeden Fremdkörper in mir. Wir gingen zurück zu unserem Hotel und S. kam mit. Mir waren meine Lehrer komplett egal und zudem bekommen diese nichts mit. Nachdem meine Klassenlehrerin doch zweimal nach dem rechten schauen wollte und ich mich zweimal gekonnt auf S. geworfen habe, ließ sie Ruhe. Als ich ihn denn noch zur Bahn brachte, war es wohl einer der schwersten Abschiede in meinem bisherigen Leben. Zurück auf dem Zimmer, versuchte ich meine Gedanken und auch meinen Körper zu koordinieren. Klappte nicht. Ich saß auf meinem Bett, was immer noch nicht bezogen war, weil ich jeden Abend zu breit dafür war und irgendwie noch keine Nacht in meinem Bett verbracht habe, und alle starrten mich an. Teilweise kamen sie aus den anderen Zimmern und glotzen auf mich oder führten Reaktiontests mit mir durch, die ich natürlich kläglich verpatzte. Mein Schädel wurde immer breiter, bis ich nicht mehr konnte und mich für gefühlte 5 Minuten im Klo einschloss. Dummerweise waren es denn aber mal glatt 30 Minuten und eine so manche musste schon auf Toilette. Mit letzter Kraft öffnete ich die Tür und sie trugen mich aus dem Klo. Es roch dort so unnormal nach Gras, dass man vom bloßen atmen dortdrin high werden konnte, sagte mir L. Ich weiß nicht, wie ich danach noch duschen gehen konnte, aber ich habe noch nie so gut schlafen können wie an diesem Abend. Und das verdanke ich ihm. Danke für diese Erinnerung S.

2.6.14 07:26

Letzte Einträge: Neuer Blog

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen